13.

RAURICA-CUP

      BERICHT
Seit einer Woche gehört der 13. Raurica Cup der Vergangenheit an. Es hat sich dabei gezeigt, dass die Zahl 13 nicht unbedingt Unglück bringen muss. Der 13. Raurica Cupist ohne gravierende Probleme über die Bühne gegangen. Heisst das auch erfolgreich?
Will man ein solches Turnier nach dem Erfolg beurteilen, gilt es verschiedene Komponenten zu berücksichtigen. Wichtige Komponenten sind die Zusammenarbeit im Organisationsteam, der Verlauf des Spielbetriebs, die Unterstützung durch Sponsoren von dem der finanzielle Erfolg wesentlich abhängt, das Gesellschaftliche mit Essen und Trinken und natürlich die Akzeptanz des Turniers durch die Vereinsmitglieder, welche durch ihre Mitarbeit das Organisationsteam unterstützen und durch ihre Präsenz signalisieren, dass sie dieses Turnier für eine gelungenen, vereinsdienlichen Anlass halten.
Die Zusammenarbeit im Organisationsteam hat auch dieses Jahr wieder ausserordentlich Freude gemacht. Dies auch darum, weil sich die Neuen (René Dürr, Renato Anceschi und Peter Schlittler) nahtlos in das Team eingefügt haben und ihre Arbeit professionell erledigten.

Der Spielbetrieb wurde ja dieses Jahr neu von René als Hauptverantwortlichen geführt und er wurde dabei von Renato tatkräftig unterstützt. Die Beiden haben sehr gute Arbeit geleistet und einen reibungslosen Spielbetrieb gewährleistet. Das Turnier hat eine leicht höhere Anzahl an Meldungen gehabt als das letzte Jahr, die Spiele konnten termingerecht durchgeführt werden und wir durften durchwegs faire Spiele erleben. Vom Spielbetrieb her kann das Turnier deshalb ohne Einschränkung als höchst erfolgreich bezeichnet werden.

Auch dieses Jahr konnte Heinz Brogli wieder viele Geschäftsleute davon überzeugen, dass es wichtig ist solche Anlässe, wie einen Raurica Cup, durch eine Finanzspritze zu unterstützen und so den Breitensport zu fördern. Es ist ihm gelungen auch, dieses Jahr eine beträchtliche Summe an Sponsorgeldern für das Turnier aufzutreiben. Auch wenn die Schlussabrechnung noch nicht vorliegt, kann davon ausgegangen werden, dass diese Sponsorgelder auch dieses Jahr wieder einen wesentlichen Beitrag zum finanziellen Erfolg leisten werden.

Für das Essen und Trinken waren auch dieses Jahr wieder Dieter in der Küche und Piero im Service zuständig. Dieter wurde in seiner aufwendigen Arbeit durch Peter Schlittler tatkräftig unterstützt. Es war eine Freude zu sehen, wie dieses neue Team harmoniert hat. Der Erfolg spiegelt sich im Lob wieder, das dieses Team von durchwegs allen Gästen erfahren durfte. Piero hat sich, wie jedes Jahr, um die Bewirtung der Gäste gekümmert. Es ist sicher nicht immer leicht die verschiedenen Mannschaften in die ungewohnte Arbeit einzuführen. Ich glaube aber, dass dieses Jahr in dieser Beziehung das Beste war seit das neue Raurica Team die Arbeit aufgenommen hat.
Der finanzielle Erfolg steht noch nicht genau fest, da es noch ausstehende Sponsorgelder und ausstehende Rechnungen gibt. Der Erfolg und damit die Ausschüttung in die Vereinskasse wird aber auch dieses Jahr beachtlich sein. Und dies trotz WM die wohl den Einen und den Andern davon abgehalten hat auf den Tennisplatz zu kommen.
Obwohl wir, das Raurica Cup Team, in vier der wichtigsten Gebiete dieses Jahr wieder erfolgreich gearbeitet haben, gibt es verschiedenste Anzeichen, dass wir es auch dieses Jahr wieder nicht geschafft haben für das Turnier im eigenen Verein eine breite Akzeptanz zu erarbeiten. Ich verstehe ja, dass es für Mitglieder, die nicht aktiv am Wettkampfgeschehen teilnehmen, schwierig ist, das Turnier voll zu akzeptieren, da dieses ihnen ja nach dem Interclub nochmals für zehn Tage den freien Zugang zu den Plätzen verwehrt. Ich verstehe dies voll und ganz und ich bin diesen Mitgliedern auch dieses Jahr für die zur Verfügungstellung der Plätze sehr dankbar.
Trotzdem wäre es schön, wenn sie mehr Interesse an diesem Turnier zeigen würden und dies auch durch einen Besuch zum Ausdruck bringen könnten. Was ich demgegenüber nicht verstehe, ist das Verhalten unserer Wettkampfspieler. Obwohl wir in der Zwischenzeit nicht weniger als vier Seniorenmannschaften für den Interclub stellen, haben nicht einmal eine Handvoll Teilnehmer aktiv an dem Turnier als Einzelspieler teilgenommen. Dies nicht als einen offenen Boykott zu empfinden, fällt mir persönlich schwer. Dies mit der WM entschuldigen zu wollen akzeptiere ich nicht, weil das diesjährige Verhalten sich mit demjenigen der vergangenen Jahre deckt. Mich persönlich deprimiert und desillusioniert dies einmal mehr und es fällt mir, trotz der vielen positiven Punkten und des positiven Echos auswärtiger Teilnehmer schwer von einem durchwegs erfolgreichen Turnier zu sprechen. Es ist schwer eine Daseinsberechtigung für ein Turnier abzuleiten, welches im Verein auf so wenig Interesse trifft. Dies trotz des positiven finanziellen Ergebnisses, welches in den letzten Jahren durchschnittlich mehr als XXXX.- Fr pro Jahr in die Vereinskasse gespült hat. Umgerechnet auf das einzelne Aktivmitglied sind dies immerhin ca 70.- Fr, die das einzelne Mitglied mehr Jahresbeitrag bezahlen müsste um das Budget ausgeglichen zu gestalten. Trotzdem, rein finanzielle Aspekte sollten dieses Turnier nicht am Leben erhalten. Es muss unbedingt vom ganzen Verein mehr mitgetragen werden.
Deshalb stellt sich auch am Ende des 13. Raurica Cups wieder die Frage: “Raurica Cup, quo vadis?“. 
Dies insbesondere auch deshalb, weil 2 Mitglieder (Heinz, Piero) des Organisationskomitees den Rücktritt 
erklärt haben. Ich möchte den Beiden auch an dieser Stelle nochmals herzlich danken. Ich weiss nicht, 
ob wir angesichts des weit verbreiteten Desinteresses am Turnier und der nahezu geschlossenen Weigerung 
in diesem Verein ein Amt zu übernehmen überhaupt eine Chance haben Nachfolger zu finden. Wir werden 
versuchen, diese Lücken zu schliessen, denn ich bin überzeugt, dass diese Turnier neben dem finanziellen 
Erfolg dem Club auch Bekanntheit und regionales Ansehen beschert, zwei Aspekte die nicht unwesentlich 
sind wenn Tennisspieler einen neuen Tennisclub suchen. Es wäre schade den Cup jetzt sterben zu lassen. 
Wir müssen uns bewusst sein, dass es eine zweite Chance, eine Wiedergeburt dann nicht mehr geben wird.
Zum Abschluss doch noch einmal einige versöhnliche Worte. Der 13. Raurica Cup war im Urteil der Teilnehmer ein grosser Erfolg und ich möchte nochmals allen danken, die aktiv als Spieler, als Mitarbeiter oder Helfer und auch als Besucher daran teilgenommen haben.
Dann vielleicht bis zum nächsten Raurica Cup!
                                      Walter